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Telebrennweiten & Bildwinkel Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive Olympus Zuiko: Überblick für Micro Four Thirds

Inhalt 14 Abschnitte

Zuiko-Teleobjektive am Micro-Four-Thirds-Bajonett

Zuiko ist der Markenname der Objektive von Olympus, heute von OM System weitergeführt. Die Bezeichnung M.Zuiko steht für Objektive mit dem Micro-Four-Thirds-Bajonett (MFT), das auch andere Hersteller wie Panasonic nutzen. Teleobjektive für dieses System sind klein gebaut, weil der Sensor kleiner ist als bei Kleinbild. Dieser Überblick ordnet die Gattungen ein, statt einzelne Modelle zu bewerten.

Ob ein Objektiv an einer bestimmten Kamera alle Funktionen bietet, geben die Hersteller an. Das gilt auch für Adapter: Sie sind nur dann eine Lösung, wenn der Hersteller sie für die Kombination freigibt.

Brennweite und Bildwinkel mit Crop-Faktor 2,0

Die Brennweite ist eine Eigenschaft des Objektivs und bleibt an jeder Kamera dieselbe. Der kleinere Sensor ändert den Bildwinkel: An Micro Four Thirds entspricht die Brennweite mit dem Faktor 2,0 multipliziert der kleinbildäquivalenten Brennweite. Typische Telezooms des Systems zeigen das gut:

Objektivklasse (Bezeichnung)Brennweite am ObjektivKleinbildäquivalent
Telezoom 40-150 mm40 bis 150 mmetwa 80 bis 300 mm
Telezoom 50-200 mm50 bis 200 mmetwa 100 bis 400 mm
Telezoom 75-300 mm75 bis 300 mmetwa 150 bis 600 mm

Für Tierfotografie reicht damit eine vergleichsweise kurze, leichte Optik aus. Wer den Bildausschnitt eines 600-mm-Objektivs an Kleinbild sucht, kommt am MFT-System mit 300 mm aus.

Lichtstärke: konstant oder variabel

Bei Telezooms gibt es zwei Bauarten. Zooms mit durchgehender Blende, etwa f/2.8 über den ganzen Bereich, halten die Lichtstärke bei jeder Brennweite. Zooms mit variabler Blende, wie bei f/4.8 bis 6.7 in der Bezeichnung der 75-300-mm-Klasse, werden zum Telebereich hin lichtschwächer. Mehr dazu steht im Ratgeber zu Lichtstärke, Schärfentiefe und Bokeh.

Die durchgehend lichtstarke Bauart erlaubt kürzere Verschlusszeiten bei schwachem Licht und stellt freier, ist aber meist größer und schwerer. Die variable Bauart spart Gewicht und Größe, verlangt bei schwachem Licht aber höhere ISO-Werte.

Bildstabilisierung am Micro-Four-Thirds-System

Viele Kameras des Systems stabilisieren den Sensor im Gehäuse, manche Objektive tun es zusätzlich optisch. Beide Verfahren lassen sich bei einigen Kombinationen gemeinsam nutzen; welche das sind und welche Wirkung zu erwarten ist, steht in den Herstellerangaben. Ein Stabilisator verringert Verwacklung der Kamera. Er hilft nicht gegen Bewegungsunschärfe eines schnellen Motivs, dafür braucht es eine kurze Verschlusszeit.

Wetterschutz und Verarbeitung

Manche Telezooms sind gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Wirksam ist das nur, wenn auch das Kameragehäuse entsprechend geschützt ist. Ob und in welchem Umfang ein Objektiv abgedichtet ist, nennt die Herstellerseite. Bei Dauerregen bleibt eine Schutzhülle sinnvoll, und nach dem Einsatz sollte die Ausrüstung getrocknet werden.

Welche Objektivklasse zu welchem Motiv passt

  • Telezoom 40-150 mm: Porträt, Landschaft und Reportage, wenn eine kompakte Telebrennweite genügt.
  • Telezoom 50-200 mm: Sport und Tiere in mittlerer Entfernung, mit mehr Reichweite als die 40-150-mm-Klasse.
  • Telezoom 75-300 mm: Vögel und weiter entfernte Tiere. Die Klasse ist meist kompakter, dafür lichtschwächer.

Welche Brennweiten für welche Motive üblich sind, ordnet der Überblick zu den Einsatzzwecken von Brennweiten ein.

Fokus und Schärfentiefe am kleineren Sensor

Der kleinere Sensor wirkt sich auf mehrere Eigenschaften aus. Für denselben Bildausschnitt genügt am MFT-System eine halb so lange Brennweite wie an Kleinbild, das Objektiv fällt dadurch kürzer und leichter aus. Die Schärfentiefe ist bei gleichem Bildausschnitt, gleicher Blendenzahl und gleichem Aufnahmeabstand größer, was Tiere im Ganzen scharf zeigt, aber das Freistellen erschwert. Wer mehr Hintergrundunschärfe möchte, wählt eine lichtstarke Brennweite, geht näher ans Motiv und vergrößert den Abstand zum Hintergrund.

Beim Autofokus gilt: Wie gut ein Objektiv ein bewegtes Motiv verfolgt, hängt vom Zusammenspiel aus Objektivmotor und Kamera ab; Details nennt der Hersteller.

Zubehör rund um Telezooms

Zu den sinnvollen Ergänzungen gehört eine Gegenlichtblende, die Streulicht von der Frontlinse fernhält und Kontrastverlust bei seitlichem Licht mindert. Schwerere Telezooms haben oft eine Stativschelle, damit nicht das Kamerabajonett das Gewicht trägt. Beim Filterkauf entscheidet das Filtergewinde, dessen Durchmesser der Hersteller angibt; Schutz-, Polarisations- und Graufilter gibt es in den gängigen Größen. Wer häufig bei Regen fotografiert, nutzt eine Regenhülle zusätzlich zum Wetterschutz des Objektivs.

Praxis mit Tele-Zooms

  • Belichtung: Bei wechselndem Licht lohnt es, die Belichtung zu kontrollieren, damit Himmel und Motiv nicht ausfressen.
  • Blende: Offene Blenden isolieren das Motiv, geschlossene Blenden erhöhen die Schärfentiefe für Landschaften.
  • Fokus: Bei Tieraufnahmen helfen Fokus-Peaking und Fokuslupe der Kamera beim manuellen Scharfstellen.
  • Stütze: Bei Dämmerung und langen Belichtungszeiten ist ein Stativ die sicherste Lösung, bei Aufnahmen aus der Hand die Faustregel mit der äquivalenten Brennweite.
  • Pflege: Frontlinse sauber halten und mit geeignetem Werkzeug reinigen, um Kratzer zu vermeiden.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Vor der Entscheidung für eine Klasse helfen vier Fragen. Welche Entfernung haben die typischen Motive, und welche äquivalente Brennweite folgt daraus? Wie lange muss das Objektiv getragen werden, und wie viel Gewicht ist zumutbar? Wie oft wird bei schwachem Licht fotografiert, sodass eine durchgehend große Blendenöffnung gebraucht wird? Und stabilisiert die vorhandene Kamera bereits den Sensor, oder soll das Objektiv diese Aufgabe übernehmen?

Informationen vom Hersteller

Technische Daten, Lieferumfang und freigegebenes Zubehör führt die Website von Olympus auf. Das ist die verlässliche Quelle für Gewicht, Naheinstellgrenze, Filtergewinde und Wetterschutz eines einzelnen Modells. Vor dem Kauf lohnt es sich außerdem, unabhängige Tests zu lesen und ein Objektiv auszuprobieren oder zu leihen.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • M.Zuiko ED 40–150mm F2.8 PRO
  • M.Zuiko ED 50–200mm F2.8 IS PRO
  • M.Zuiko Digital 75-300mm 1:4.8-6.7 II

Kurz gesagt

  • Die Brennweite steht am Objektiv, der Crop-Faktor 2,0 betrifft den Bildwinkel.
  • Konstante Lichtstärke kostet Gewicht, variable Lichtstärke spart es.
  • Ein Stabilisator hilft gegen Verwackeln, nicht gegen Motivbewegung.
  • Daten und Kompatibilität eines Modells gehören zur Herstellerangabe.

Häufige Fragen zu Zuiko-Teleobjektiven

Wofür steht M.Zuiko?

M.Zuiko bezeichnet die Objektive von Olympus für das Micro-Four-Thirds-System. Zuiko ist der Markenname, das vorangestellte M steht für Micro.

Welche kleinbildäquivalente Brennweite hat ein 75-300-mm-Zoom an Micro Four Thirds?

Mit dem Crop-Faktor 2,0 entspricht der Bereich etwa 150 bis 600 mm. Die Brennweite des Objektivs selbst ändert sich dabei nicht, nur der Bildwinkel an der Kamera.

Sind Zuiko-Teleobjektive wetterfest?

Das hängt vom einzelnen Modell ab. Manche Telezooms sind abgedichtet, andere nicht. Maßgeblich sind die Herstellerangaben, und der Schutz wirkt nur zusammen mit einem passend abgedichteten Gehäuse.

Wie wichtig ist die Bildstabilisierung bei Teleobjektiven?

Je länger die Brennweite, desto stärker fällt Verwacklung auf. Ein Stabilisator im Objektiv oder in der Kamera verringert sie, ersetzt aber keine kurze Verschlusszeit bei bewegten Motiven.

Was bedeutet konstante Lichtstärke bei einem Telezoom?

Die größte Blendenöffnung bleibt über den gesamten Zoombereich gleich, etwa f/2.8. Bei variabler Lichtstärke nimmt sie zum Telebereich hin ab.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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