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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive für die Canon EOS 750D: Worauf es ankommt

Inhalt 10 Abschnitte

Bajonett und Bildwinkel: Was zur 750D passt

Die Canon EOS 750D ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor. Ihr Bajonett nimmt Objektive der Canon-Systeme EF und EF-S auf; welche Objektive Canon dafür freigibt, steht in den Herstellerangaben. Objektive des spiegellosen RF-Systems gehören nicht dazu. Tamron und Sigma bauen Teleobjektive ebenfalls für das EF-Bajonett, die Angabe zum Anschluss steht im Produkttitel und beim Hersteller.

Wichtig ist der Crop-Faktor von etwa 1,6. Er ändert nicht die Brennweite des Objektivs, sondern den Bildwinkel: Der kleinere Sensor erfasst einen engeren Ausschnitt. Die kleinbildäquivalente Brennweite ergibt sich aus Brennweite mal 1,6. Ein Objektiv mit 300 mm zeigt damit den Bildausschnitt, den an Kleinbild etwa 480 mm zeigen würden. Das erleichtert die Tierfotografie, macht aber auch jedes Wackeln deutlicher.

Brennweitenklassen im Überblick

Die folgende Tabelle ordnet gängige Gattungen ein. Die äquivalenten Werte ergeben sich aus der Multiplikation mit 1,6 und sind gerundet. Mehr zur Wahl der Brennweite für bestimmte Motive steht in den Brennweiten und Einsatzzwecken.

GattungBrennweiteKleinbildäquivalentTypischer Einsatz
Telezoom für APS-C55-250 mm88-400 mmEinstieg, Reise, Tiere im Park
Standard-Telezoom70-200 mm112-320 mmPorträt, Sport, Veranstaltungen
Allround-Telezoom70-300 mm112-480 mmTiere, Sport, Nahaufnahmen mit Makro-Option
Große Telezooms100-400 mm160-640 mmWildlife, Sport im Freien
Superteleobjektive150-600 mm240-960 mmScheue Tiere, Vögel

Reisezooms wie 18-200 mm sind kein reines Teleobjektiv. Sie decken Weitwinkel bis Tele ab, bleiben aber bei Lichtstärke und Bildqualität am langen Ende meist hinter spezialisierten Teleobjektiven zurück.

Lichtstärke und Schärfentiefe

Die Blendenzahl nennt, wie viel Licht das Objektiv durchlässt. Von f/2.8 zu f/5.6 sind es zwei Blendenstufen: Das Objektiv lässt nur noch ein Viertel des Lichts durch. Sie müssen dann viermal länger belichten oder den ISO-Wert vervierfachen. Günstige Telezooms sind meist mit f/4-5.6 angegeben, die zweite Zahl gilt am langen Ende. Eine konstante Blende über den ganzen Zoombereich gibt es vor allem bei Objektiven der Oberklasse.

Zugleich sinkt die Schärfentiefe mit langer Brennweite, offener Blende und kurzer Aufnahmeentfernung. Vor einem weit entfernten Hintergrund wird dieser trotzdem weich. Wer bei einem Porträt vom Auge bis zum Ohr Schärfe haben will, blendet etwas ab.

Bildstabilisierung und Verschlusszeit

Als Spiegelreflexkamera stabilisiert die 750D nicht im Gehäuse. Der Stabilisator sitzt im Objektiv. Die Hersteller nennen ihn unterschiedlich: IS bei Canon, OS bei Sigma, VC bei Tamron. Er gleicht Verwackeln aus, nicht die Bewegung des Motivs. Ein rennender Hund wird auch mit Stabilisator unscharf, wenn die Verschlusszeit zu lang ist.

Ohne Stabilisator gilt als Faustregel eine Verschlusszeit von höchstens 1/(äquivalente Brennweite). Bei 300 mm sind das an der 750D etwa 1/500 s. Für bewegte Motive wie Sport oder fliegende Vögel wählen Sie kürzere Zeiten, oft 1/1000 s oder weniger. Auf einem Stativ schalten Sie den Stabilisator je nach Herstellerangabe aus.

Autofokus und Video

Teleobjektive bewegen große, schwere Linsengruppen. Hochwertigere Modelle nutzen dafür Ultraschallmotoren, bei Canon USM, bei Sigma HSM, bei Tamron USD. Schrittmotoren wie Canon STM arbeiten leise und eignen sich für Videoaufnahmen. Bei Tieren und Sport ist der Servo-Autofokus entscheidend, der dem Motiv nachführt. Sehr preiswerte Fremdobjektive haben oft keinen Autofokus oder keine elektronische Verbindung zur Kamera, dann bleibt nur die manuelle Scharfstellung.

Sehr lange Brennweiten zum kleinen Preis

Manche Anbieter führen 500-mm-Objektive mit fester Blende von f/8 oder Zooms bis 800 mm. Das sind meist Spiegelobjektive oder einfache Konstruktionen mit Adapteranschluss. Typische Eigenschaften:

  • Die Blende ist fest oder stark begrenzt, der Sucher wird dunkel.
  • Fokussiert wird in der Regel von Hand, die Belichtung stellen Sie selbst ein.
  • Spiegelobjektive zeichnen Lichtpunkte im Hintergrund als Ringe.
  • Ein 500-mm-Objektiv wirkt an der 750D wie etwa 800 mm, ohne Stativ gelingen scharfe Bilder selten.

Lesen Sie bei solchen Objektiven genau die Herstellerangaben zum Anschluss und rechnen Sie damit, dass sie wenig Spielraum bei Licht und Autofokus lassen.

Welche Brennweite für welches Motiv

  • Tiere und Vögel: ab 300 mm, für scheue Arten 400 bis 600 mm.
  • Sport: 70-200 mm mit offener Blende für Hallen, 100-400 mm im Freien, dazu kurze Verschlusszeiten.
  • Porträt: 85 mm oder 135 mm Festbrennweite, oder ein 70-200-mm-Zoom. Ein 50-mm-Objektiv ist kein Teleobjektiv.
  • Landschaftsdetails: 70-300 mm, um Gipfel oder ferne Bauwerke herauszugreifen.
  • Nahaufnahmen: Manche Telezooms nennen einen Abbildungsmaßstab von 1:2, das entspricht der halben Lebensgröße des Motivs.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Sigma 18-200mm f/3.5-6.3 DC OS HSM
  • Tamron 18-200mm f/3.5-6.3 Di II VC
  • Canon EF-S 55-250mm f/4-5.6 IS STM
  • Canon EF 70-200mm f/4L USM
  • Tokina AT-X 70-200mm f/4 PRO FX VCM-S
  • Tamron 70-210mm f/4 Di VC USD
  • Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS II USM
  • Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS USM
  • Sigma 70-300mm f/4-5.6 DG Macro
  • Sigma 70-300mm f/4-5.6 DG OS
  • Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di LD Macro 1:2
  • Tamron AF 70-300mm f/4-5.6 Di LD Macro 1:2
  • Tamron SP 70-300mm f/4-5.6 Di VC USD
  • Canon EF 75-300mm f/4-5.6 III
  • Canon EF 75-300mm f/4-5.6 III USM
  • Tokina AT-X 840 80-400mm f/4.5-5.6
  • Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM
  • Sigma 100-400mm f/5-6.3 DG OS HSM
  • Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary

Kurz gesagt

  • An der 750D wirkt jede Brennweite etwa 1,6-mal länger als an Kleinbild.
  • Ein Stabilisator im Objektiv hilft gegen Verwackeln, nicht gegen Bewegung des Motivs.
  • Lichtstärke, Gewicht und Autofokus bestimmen mehr über den Alltag als die längste Brennweite.
  • Prüfen Sie vor dem Kauf Bajonett und Herstellerangaben und leihen Sie das Objektiv, wenn möglich, zum Ausprobieren.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven für die 750D

Wie finde ich ein passendes Teleobjektiv für die Canon EOS 750D?

Prüfen Sie zuerst das Bajonett: Die 750D arbeitet mit EF- und EF-S-Objektiven. Danach entscheiden Motiv und Brennweite, dann Lichtstärke, Gewicht und Stabilisator. Die Herstellerangaben nennen, welche Objektive für die Kamera freigegeben sind.

Worin unterscheiden sich Einsteiger-, Mittel- und Oberklasse?

Der Unterschied liegt vor allem bei Lichtstärke, Bauweise und Autofokus. Objektive der Einsteigerklasse sind meist lichtschwächer, die Mittelklasse bietet oft Stabilisator und schnelleren Fokus, die Oberklasse konstante Blende und robuste Bauweise.

Brauche ich Bildstabilisierung bei einem Teleobjektiv?

Aus der Hand ist sie bei langen Brennweiten sehr hilfreich, denn die 750D hat keinen Stabilisator im Gehäuse. Sie gleicht Verwackeln aus, nicht die Bewegung des Motivs. Für Sport sind kurze Verschlusszeiten wichtiger.

Ist eine Makrofunktion bei Teleobjektiven wichtig?

Sie ist nützlich, wenn Sie gelegentlich Blüten oder Insekten aufnehmen. Bei Telezooms bedeutet sie meist einen Abbildungsmaßstab von 1:2, also nicht die Leistung eines echten Makroobjektivs.

Kann ich Teleobjektive auch für Videos nutzen?

Ja. Leise Fokusmotoren, bei Canon STM genannt, stören die Tonspur weniger. Stabilisator und ein Stativ sorgen für ruhigere Bilder.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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