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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive mit Canon-EF-Bajonett: Gattungen und Auswahl

Inhalt 14 Abschnitte

Gattungen von Teleobjektiven für das EF-Bajonett

Das EF-Bajonett begleitet Canons Spiegelreflexkameras der EOS-Reihe seit Jahrzehnten. Entsprechend groß ist das Angebot an Teleobjektiven, neu wie gebraucht, von Canon und von Drittherstellern. Für die Auswahl ist es hilfreicher, Gattungen zu kennen als einzelne Modellnamen. Die gängigen Gruppen:

  • Standard-Telezooms (70-200 mm): vielseitig für Porträt, Sport, Veranstaltungen und Reisen.
  • Einsteiger-Telezooms (etwa 75-300 mm): viel Brennweite in leichter, günstiger Bauweise, dafür lichtschwächer.
  • Super-Telezooms (100-400 mm und länger): für Tiere und Sport aus größerer Distanz.
  • Tele-Festbrennweiten (85 mm, 135 mm bis in den Super-Telebereich): meist lichtstärker, aber auf eine Brennweite festgelegt.
  • Manuell fokussierte Optiken von Drittherstellern: preiswerter Weg zu langer Brennweite, ohne Autofokus.

Dazu kommen Telekonverter, die die Brennweite eines vorhandenen Objektivs verlängern. Canon-Kameras mit EF-Anschluss gibt es als Spiegelreflexmodelle, einige Objektive lassen sich über Adapter an spiegellosen Canon-Kameras mit RF-Bajonett verwenden. Welche Kombination funktioniert, legt allein der Hersteller fest.

Standard-Telezooms im Bereich 70-200 mm

Diese Gattung gilt als Arbeitspferd vieler Fotografen. Die Brennweite deckt Porträts, Sport in Hallen, Konzerte und Reisemotive ab. Die lichtstarke Variante mit durchgehender Blende f/2.8 liefert auch bei Dämmerung kurze Verschlusszeiten und löst Motive deutlich vom Hintergrund. Die Variante mit f/4 ist kleiner und leichter und genügt bei Tageslicht oft.

Viele Objektive dieser Gattung haben einen optischen Stabilisator (Canon nennt ihn IS) und einen schnellen Ultraschall-Autofokus (USM). Die Oberklasse trägt das rote L und ist häufig gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Ob das auf ein bestimmtes Objektiv zutrifft und wie viele Blendenstufen der Stabilisator ausgleicht, steht in den Herstellerangaben. Preislich liegt diese Klasse in der Oberklasse, und auch das Gewicht ist spürbar.

Einsteiger-Telezooms um 75-300 mm

Lange Brennweite zu überschaubaren Kosten ist das Versprechen dieser Gattung. Der Preis dafür: kleinere Lichtöffnungen, meist f/4 bis f/5.6, kein oder ein einfacher Stabilisator und oft ein weniger kräftiger Autofokus. Bei Tageslicht und ruhigen Motiven liefert diese Klasse brauchbare Ergebnisse, bei Dämmerung oder schnellem Sport kommt sie an Grenzen.

Für den Einstieg in die Telefotografie ist sie ein sinnvoller erster Schritt, wenn Sie herausfinden wollen, welche Brennweite Sie wirklich brauchen. Wer später mehr Lichtstärke oder Reichweite braucht, kann zur Mittel- oder Oberklasse wechseln.

Festbrennweiten und manuelle Teleoptiken

Tele-Festbrennweiten wie 85 mm oder 135 mm sind bei Porträtfotografen verbreitet. Mit großer Öffnung, etwa f/1.4 oder f/2, entsteht eine geringe Schärfentiefe und ein weicher Hintergrund. Bei langen Festbrennweiten jenseits von 300 mm steigt die Lichtstärke nur noch mit Größe, Gewicht und Preis, sie gehören zur Oberklasse für Sport und Wildlife.

Manuell fokussierte Teleoptiken von Drittherstellern verlängern die Reichweite preisgünstig. Sie haben meist keinen Autofokus und oft keine elektronische Verbindung zur Kamera. Blende und Fokus stellt man von Hand, die verfügbaren Messfunktionen hängen von der Kamera ab. Für ruhige Motive, etwa Landschaftsdetails oder Mond bei Nacht, funktioniert das gut. Bei Tieren in Bewegung wird es schwierig. Das fehlende Licht bei f/6.3 oder kleineren Öffnungen schränkt den Einsatz bei Dämmerung zusätzlich ein.

Brennweite und Einsatzzweck

Welche Brennweite sinnvoll ist, hängt vom Abstand zum Motiv ab. Bis etwa 200 mm arbeiten Porträt-, Hallensport- und Eventfotografen, weil sie nah am Geschehen sind. Zwischen 200 und 400 mm liegen Tiere am Wegesrand, Feldsport und Motorsport. Ab 400 mm beginnt der Bereich für scheue Vögel und Wild aus großer Distanz, hier sind Stativ oder Einbeinstativ fast immer nötig.

An Canon-Kameras mit APS-C-Sensor und Crop-Faktor 1,6 wirkt jede Brennweite länger: 300 mm entsprechen dort rechnerisch 480 mm Kleinbild. Das Objektiv selbst bleibt dasselbe, nur der erfasste Bildausschnitt wird kleiner.

Autofokus bei EF-Teleobjektiven

Bei EF-Objektiven sitzt der Fokusmotor im Objektiv. Canon nennt die schnellen Antriebe USM (Ultraschallmotor), leisere Schrittmotoren STM. Die Kamera misst die Entfernung, bei Spiegelreflexkameras meist mit Phasenerkennung über einen eigenen Sensor. Je lichtstärker das Objektiv, desto mehr Licht erreicht diesen Sensor. Mit lichtschwachen Objektiven oder zusätzlich einem Telekonverter kann der Autofokus langsamer werden. Für bewegte Motive stellt man den Modus AI Servo ein, für ruhende One-Shot.

Gattungen im Vergleich: Stärken und Grenzen

GattungStärkenGrenzen
70-200 mm, f/2.8Lichtstark, vielseitig, meist stabilisiertSchwer, Oberklasse
70-200 mm, f/4Leichter und kleiner, gute AlltagswahlWeniger Hintergrundunschärfe, weniger Licht
75-300 mmViel Reichweite für wenig Geld, leichtLichtschwach, Autofokus und Bauqualität einfacher
100-400 mmReichweite für Tiere und Sport, Zoom flexibelGrößer und schwerer, f/5.6 am langen Ende
85 mm, f/1.4Sehr gute Freistellung bei PorträtsEine Brennweite, geringe Schärfentiefe verlangt genaues Fokussieren
Manuelle Tele-OptikGünstiger Zugang zu langer BrennweiteKein Autofokus, wenig Licht, Handarbeit

Worauf es bei der Auswahl ankommt

  • Einsatzzweck: Sport, Tiere, Porträt und Landschaft stellen unterschiedliche Anforderungen an Brennweite und Autofokus. Wer vor allem Porträts macht, braucht weniger Reichweite als ein Vogelfotograf.
  • Blendenöffnung: Eine große Öffnung wie f/2.8 gibt Reserven bei schwachem Licht und beeinflusst die Lichtstärke und Schärfentiefe der Aufnahme. Sie kostet Gewicht und Geld.
  • Bildstabilisierung: Ein Stabilisator hilft bei Aufnahmen aus der Hand gegen Verwackeln, nicht gegen die Bewegung des Motivs. Die Faustregel 1/Brennweite gilt ohne Stabilisator, bei APS-C-Kameras mit Faktor 1,6 bezogen auf die äquivalente Brennweite.
  • Gewicht und Verarbeitung: Wer das Objektiv stundenlang trägt, spürt jedes Hundert Gramm. Abdichtungen sind bei Outdoor-Einsatz nützlich und stehen in den Herstellerangaben.
  • Ausprobieren: Ein Objektiv zu leihen oder im Fachgeschäft anzusetzen, zeigt Handhabung und Autofokus schneller als jeder Datenvergleich.

Reichweite mit Telekonverter

Ein Telekonverter wird zwischen Kamera und Objektiv gesetzt und verlängert die Brennweite. Ein 1,4-fach-Konverter macht aus 200 mm rechnerisch 280 mm, ein 2-fach-Konverter aus 200 mm 400 mm. Der Preis dafür ist Licht: Ein 1,4-fach-Konverter kostet eine Blendenstufe, ein 2-fach-Konverter zwei. Aus f/2.8 wird f/4 beziehungsweise f/5.6. Dabei kann auch der Autofokus langsamer werden. Ob ein Konverter an ein Objektiv und eine Kamera passt, geben Canon und die Hersteller der Konverter an.

Halten und Abstützen langer Brennweiten

Je länger die Brennweite, desto stärker wirkt jede Handbewegung auf das Bild. Eine ruhige Haltung hilft mehr als jede Ausrüstung: Ellbogen an den Körper, Objektiv mit der linken Hand von unten stützen, beim Auslösen ausatmen. Ein Einbeinstativ nimmt Gewicht ab und lässt sich schnell umsetzen, ein Dreibein ist bei langen Belichtungen oder sehr langen Brennweiten stabiler.

Schwere Teleobjektive haben oft eine Stativschelle. Sie sollte am Stativ hängen statt der Kamera, weil das Gewicht des Objektivs dann nicht am Bajonett zieht. Beim Wechsel zwischen Hochformat und Querformat dreht man das Objektiv in der Schelle, die Kamera dreht mit.

Neu oder gebraucht kaufen

Neue Objektive kommen mit Herstellergarantie und unbenutztem Zustand. Gebrauchte sind in der Regel günstiger und es gibt viele ältere EF-Objektive, die weiter geschätzt werden. Der Nachteil: Garantie fehlt oder ist eingeschränkt, und Gebrauchsspuren sagen nicht alles über den Zustand.

Beim Gebrauchtkauf lohnt sich eine Prüfung: Linsen auf Kratzer, Pilz und Staubeinschlüsse ansehen, Zoom- und Fokusring auf Leichtgängigkeit testen, den Autofokus in mehreren Entfernungen laufen lassen und den Stabilisator hörbar prüfen. Ein Rückgaberecht erleichtert die Entscheidung.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Canon EF 70-200mm f/2.8L IS III USM
  • Canon EF 75-300 mm F/4.0-5.6 III

Festbrennweiten

  • Canon EF 85mm F1,4 L IS USM

Kurz gesagt

  • EF steht für Canons Spiegelreflexsystem. Welche Objektive an spiegellose Kameras gehören, sagt Canon.
  • 70-200 mm ist die vielseitigste Gattung, 75-300 mm der günstige Einstieg, 100-400 mm und länger die Wahl für Distanz.
  • Lichtstärke ist Reserve, aber auch Gewicht und Preis. Ein Telekonverter kostet je nach Faktor eine oder zwei Blendenstufen.
  • Ausleihen und Ausprobieren ersetzt viele Datenvergleiche.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven mit Canon-EF-Bajonett

Welche Gattungen gibt es für das EF-Bajonett?

Standard-Telezooms um 70-200 mm, Einsteiger-Zooms um 75-300 mm, Super-Telezooms ab 100-400 mm, Tele-Festbrennweiten und manuell fokussierte Optiken von Drittherstellern.

Welche Gattung eignet sich für den Einstieg?

Ein günstiges Telezoom um 75-300 mm bringt Reichweite zu überschaubaren Kosten. Es ist lichtschwächer, reicht aber bei Tageslicht für viele Motive.

Wie wichtig ist die Lichtstärke bei Teleobjektiven?

Sie bestimmt, wie kurz die Verschlusszeit bei wenig Licht sein kann, und wie stark der Hintergrund unscharf wird. Dafür sind lichtstarke Objektive größer, schwerer und teurer.

Hilft ein Bildstabilisator bei bewegten Motiven?

Er gleicht Verwackeln der Kamera aus. Die Bewegung des Motivs friert er nicht ein, dafür braucht es eine kurze Verschlusszeit.

Sind gebrauchte Teleobjektive empfehlenswert?

Sie können eine kostengünstige Möglichkeit sein, wenn Optik, Autofokus und Stabilisator geprüft werden und ein Rückgaberecht besteht. Garantie fehlt häufig.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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