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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive für die Canon EOS 1200D: Auswahl und Tipps

Inhalt 13 Abschnitte

Teleobjektive an der Canon EOS 1200D

Die Canon EOS 1200D ist eine Einsteiger-Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor und Canon-EF-Bajonett. Für sie kommen Teleobjektive mit EF- oder EF-S-Anschluss in Frage, dazu Objektive anderer Hersteller in Canon-Ausführung. Die folgenden Abschnitte erklären, wie Brennweite, Lichtstärke, Stabilisierung und Autofokus zusammenspielen und welche Objektivgattungen sich anbieten. Konkrete Modelle werden hier nicht bewertet; Daten und Kompatibilität entnehmen Sie den Angaben der Hersteller.

Brennweite und Crop-Faktor an der EOS 1200D

Der APS-C-Sensor der Canon-Kameras hat einen Crop-Faktor von etwa 1,6. Das Objektiv selbst behält seine Brennweite, aber der Bildwinkel ist enger als an Kleinbild. Die kleinbildäquivalente Brennweite ergibt sich aus Brennweite mal 1,6:

  • Ein 70-300-mm-Zoom entspricht etwa 112 bis 480 mm.
  • Ein 200-mm-Objektiv entspricht etwa 320 mm.
  • Ein 400-mm-Objektiv entspricht etwa 640 mm.

Damit kommt die EOS 1200D bei gleichem Objektiv näher an entfernte Motive heran als eine Kleinbildkamera. Für Porträts bedeutet es umgekehrt, dass kürzere Festbrennweiten reichen.

Bajonett: EF und EF-S

Canon unterscheidet bei Spiegelreflexkameras zwischen EF- und EF-S-Objektiven. Die EOS 1200D nimmt beide auf. EF-Objektive sind für Kleinbild gerechnet und lassen sich an APS-C-Gehäusen verwenden, EF-S-Objektive sind speziell für den kleineren Bildkreis gebaut und passen nur an APS-C-Kameras. Objektive anderer Hersteller werden für das Canon-Bajonett angeboten; ob Autofokus, Stabilisator und Blendensteuerung mit Ihrer Kamera arbeiten, geben die Hersteller an.

Bajonette anderer Systeme sind nur über einen vom Hersteller freigegebenen Adapter nutzbar, und nicht jede Funktion bleibt dabei erhalten. Prüfen Sie diese Angaben, bevor Sie ein Objektiv fremder Systeme kaufen.

Objektivgattungen im Überblick

GattungTypischer BereichEignung
Einsteiger-Telezoometwa 55-250 mm oder 70-300 mmReisen, Familie, Sport, Tiere in mittlerer Distanz
Telezoom mit größerem Bereichetwa 100-400 mm oder 150-600 mmWildlife, Vögel, Sportfotografie auf großen Flächen
Kurze Tele-Festbrennweiteetwa 85 mm oder 135 mmPorträt, Veranstaltungen in Innenräumen
Lange Festbrennweiteetwa 300 mm und mehrWildlife, Spezialeinsätze, meist teuer und schwer
Manuelles Superteleobjektiv mit T2-Anschlusssehr lange Brennweite, feste BlendeMond und ruhige Motive, ohne Autofokus

Einsteiger-Telezooms

Diese Gattung bildet für viele Besitzer einer EOS 1200D den Einstieg. Die Zooms decken einen großen Bereich ab, sind vergleichsweise leicht und gehören meist der Einsteigerklasse oder der Mittelklasse an. Dafür fällt die Lichtstärke am langen Ende gering aus, oft im Bereich f/5.6. Das reicht bei Tageslicht, wird aber bei Dämmerung oder in Hallen knapp.

Verbreitet sind Ausführungen mit und ohne Bildstabilisator, mit Ultraschall- oder einfacheren Fokusmotoren. Die Hersteller bezeichnen die Stabilisatoren unterschiedlich, zum Beispiel IS bei Canon, VC bei Tamron oder OS bei Sigma. Stabilisierte Varianten helfen aus der Hand, ersetzen aber keine kurze Verschlusszeit bei bewegten Motiven.

Manuelle Superteleobjektive mit T2-Anschluss

Im Handel finden sich Superteleobjektive mit sehr langen Brennweiten und fester Blende, die über einen T2-Adapter am Canon-Bajonett befestigt werden. Diese Objektive haben in der Regel keinen Autofokus und keine elektronische Blendensteuerung. Scharfgestellt wird von Hand, die Belichtung bestimmen Sie über Zeit und ISO.

Zu bedenken ist: Sehr lange Brennweiten verlangen ein stabiles Stativ, denn selbst kleine Bewegungen vergrößern sich stark. Die feste Blende ist meist wenig lichtstark, sodass bei Dämmerung hohe ISO-Werte nötig werden. Am besten gelingen ruhige Motive wie der Mond. Richten Sie solche Objektive niemals ohne einen geeigneten, dafür zugelassenen Sonnenfilter auf die Sonne.

Ob ein bestimmtes Objektiv dieser Art zur Kamera passt und welche Funktionen es bietet, steht in den Angaben des Herstellers oder Anbieters. Eine pauschale Aussage über Bildqualität lässt sich nicht treffen.

Lichtstärke und Autofokus

Die Lichtstärke ist die größte Blendenöffnung, etwa f/4 bis f/5.6 bei vielen Telezooms. Kleinere Blendenzahlen bedeuten mehr Licht, kürzere Verschlusszeiten und mehr Licht für den Autofokus. Ein Objektiv mit f/2.8 ist deutlich größer und schwerer als eines mit f/5.6.

Der Autofokus der EOS 1200D als Einsteigerkamera arbeitet mit einer begrenzten Zahl von Messfeldern. Bei bewegten Motiven wie Sport oder Vögeln im Flug ist die Treffsicherheit daher eingeschränkter als bei höherwertigen Kameras. Ein Objektiv mit schnellem, leisem Fokusmotor unterstützt die Kamera, ändert aber nichts an ihrem Messfeldsystem. Autofokus setzt außerdem eine Mindestlichtstärke voraus, die der Hersteller angibt. Mit Telekonvertern sinkt die Lichtstärke: 1,4× kostet eine Blendenstufe, 2× zwei Stufen, und der Autofokus kann leiden.

Aufnahmetechnik mit langen Brennweiten

Die Faustregel für die längste Verschlusszeit aus der Hand lautet 1/(äquivalente Brennweite), ohne Stabilisator. An der EOS 1200D bedeutet das bei 300 mm Objektivbrennweite etwa 1/480 s, praktisch also 1/500 s. Ein Stabilisator erlaubt längere Zeiten, hilft aber nur gegen Verwackeln und nicht gegen Bewegungsunschärfe des Motivs.

  • Stativ oder Einbeinstativ: Bei langen Brennweiten und Superteleobjektiven sinnvoll. Bei Stativbetrieb lässt sich der Stabilisator je nach Objektiv abschalten; die Anleitung des Herstellers erklärt es.
  • Manuell scharfstellen: Die Vergrößerung in der Live-View-Ansicht hilft, den Fokus genau zu setzen, besonders bei manuellen Objektiven.
  • Selbstauslöser oder Fernauslöser: Sie vermeiden Erschütterungen beim Drücken des Auslösers.
  • Streulichtblende: Sie mindert Reflexe und schützt die Frontlinse.

Gebrauchte Objektive und Pflege

Gebrauchte Teleobjektive sind verbreitet, weil Einsteiger-Zooms viele Jahre im Gebrauch bleiben. Prüfen Sie bei einem Kauf aus zweiter Hand, ob Linsen frei von Pilz, Kratzern und Staub im Inneren sind, ob Zoom- und Fokusring gleichmäßig laufen und ob Autofokus und Stabilisator funktionieren. Machen Sie dazu Testaufnahmen bei offener Blende und an beiden Enden des Brennweitenbereichs.

Zur Pflege gehört, die Frontlinse mit einem Blasebalg und einem weichen Tuch zu reinigen, Schutzkappen aufzusetzen und das Objektiv trocken zu lagern. Ein Schutzfilter ist Geschmackssache und mindert bei schlechter Qualität die Abbildung.

Auswahl nach Motiv

Für Porträts und Veranstaltungen genügt eine kurze Tele-Festbrennweite. Für Sport und Tiere in mittlerer Distanz bietet ein Telezoom bis 300 mm viel Spielraum. Wer Vögel und scheue Tiere fotografieren will, benötigt 400 mm oder mehr; dafür sind Telezooms mit größerem Bereich üblich. Wer häufig bei wenig Licht arbeitet, sollte ein lichtstärkeres Objektiv erwägen und dessen Gewicht einplanen.

Leihen oder probieren Sie ein Objektiv vor dem Kauf aus, und prüfen Sie Bajonett und Funktionen anhand der Herstellerangaben. Auch unabhängige Tests können bei der Einschätzung helfen.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS II USM
  • Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di LD Macro

Kurz gesagt

  • An der EOS 1200D (Crop-Faktor etwa 1,6) wirkt jede Brennweite wie das 1,6-Fache am Kleinbild.
  • EF- und EF-S-Objektive passen; Adapter und Fremdsysteme nur nach Herstellerangabe.
  • Einsteiger-Telezooms decken viele Motive ab, sind aber nicht sehr lichtstark.
  • Manuelle Superteleobjektive brauchen ein Stativ und bieten keinen Autofokus.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven für die Canon EOS 1200D

Welche Objektive passen an die Canon EOS 1200D?

Die Kamera hat ein Canon-Bajonett für EF- und EF-S-Objektive. Objektive anderer Hersteller gibt es mit Canon-Anschluss, Adapter für fremde Systeme nur nach Herstellerangabe. Welche Funktionen mit dem jeweiligen Objektiv arbeiten, steht in den Herstellerunterlagen.

Welche Brennweite ist an der EOS 1200D sinnvoll?

Das hängt vom Motiv ab. Wegen des Crop-Faktors von etwa 1,6 wirkt ein 300-mm-Objektiv wie etwa 480 mm am Kleinbild. Für Sport und Tiere sind 200 bis 300 mm ein Einstieg, für Vögel oft 400 mm und mehr.

Benötige ich ein Stativ für Teleobjektive?

Bei langen Brennweiten ist ein Stativ oder Einbeinstativ sehr hilfreich, weil kleine Bewegungen stark vergrößert werden. Bei Superteleobjektiven ohne Stabilisator ist es oft notwendig.

Was bringt ein optischer Bildstabilisator?

Er gleicht Kamerabewegungen aus und erlaubt längere Verschlusszeiten aus der Hand. Gegen die Bewegung des Motivs hilft er nicht.

Wie lässt sich das Budget einordnen?

Telezooms beginnen in der Einsteigerklasse, bessere Bauqualität, Lichtstärke und schnellerer Autofokus finden sich in der Mittelklasse und Oberklasse. Entscheidend sind Motiv, Lichtverhältnisse und Gewicht, die Sie vor dem Kauf einordnen sollten.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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