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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektiv für Canon EOS 500D: Tipps zur Auswahl

Inhalt 14 Abschnitte

Auswahlkriterien auf einen Blick

Die Canon EOS 500D ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor und EF-Bajonett. Ein Teleobjektiv für sie lässt sich anhand weniger Fragen eingrenzen.

  • Brennweite: Telezooms beginnen meist bei 55 bis 70 mm und reichen bis 200, 300 oder 400 mm. Für Sport und Tiere sind lange Brennweiten sinnvoll, für Porträts genügen 85 bis 135 mm.
  • Lichtstärke: Eine große maximale Blendenöffnung, etwa f/2.8, erlaubt kürzere Verschlusszeiten bei wenig Licht und trennt das Motiv besser vom Hintergrund. Sie kostet Gewicht und Aufwand.
  • Bildstabilisierung: Die 500D stabilisiert nicht im Gehäuse. Aus der Hand ist ein Stabilisator im Objektiv bei langen Brennweiten eine große Hilfe.
  • Bajonett: Die Kamera nimmt EF- und EF-S-Objektive auf. Fremdhersteller müssen ausdrücklich die EF-Version liefern.
  • Gewicht und Größe: Wer ein Objektiv selten mitnimmt, nutzt es selten. Schwere Zooms verlangen eine Schelle und ein Einbeinstativ.
  • Budgetklasse: Einsteiger-, Mittel- und Oberklasse unterscheiden sich in Ausstattung und Verarbeitung (siehe unten).
  • Unabhängige Tests: Messungen und Berichte zu einem konkreten Modell zeigen Randschärfe, Vignettierung und Autofokus besser, als es Herstellerprospekte tun.

Optik und Mechanik: Merkmale im Detail

Wie gut ein Objektiv abbildet, gehört zu den Grundlagen der Optik. Bei Teleobjektiven zählen vor allem diese Eigenschaften:

  • Linsenelemente und Beschichtung: Gläser mit geringer Dispersion (bei Herstellern etwa ED, UD oder LD genannt) und Vergütungen vermindern Farbsäume und Streulicht. Ob ein Modell solche Elemente besitzt, steht in der Herstellerangabe.
  • Autofokus: Ultraschall- und Schrittmotoren arbeiten leiser und meist schneller als einfache Antriebe. Bei Motiven in Bewegung ist das spürbar.
  • Blendenlamellen: Mehr oder abgerundete Lamellen formen Lichtpunkte im unscharfen Hintergrund runder.
  • Wetterschutz: Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser sind vor allem in der Oberklasse üblich. Bei Regen nützen sie nur, wenn auch das Kameragehäuse abgedichtet ist.
  • Abbildungsfehler: Verzeichnung, Farbsäume und Randabfall treten bei Zooms eher auf als bei Festbrennweiten. Gute Konstruktionen mindern sie, ganz verschwinden sie selten.
  • Zoom- und Fokusring: Gleichmäßiger Widerstand, ein breiter Griff und ein Zoomring, der nicht von selbst ausfährt, erleichtern den Alltag.

Vor- und Nachteile von Teleobjektiven an der 500D

VorteileNachteile
Weit entfernte Motive füllen das Bild, ohne dass man nahe heran muss.Gewicht und Größe nehmen mit der Brennweite zu.
Ein Stabilisator im Objektiv verringert das Verwackeln aus der Hand.Lichtstarke Modelle sind aufwendig und wuchtig.
Offene Blenden schaffen eine geringe Schärfentiefe und lösen das Motiv vom Hintergrund.Günstige Zooms sind am langen Ende lichtschwach.
Der Crop-Faktor 1,6 verengt den Bildwinkel zusätzlich.Der Autofokus arbeitet bei wenig Licht langsamer.
Der Bildausschnitt lässt sich ohne Ortswechsel ändern.Manche Fremdobjektive besitzen keinen Autofokus.

Brennweitenbereiche und ihre Wirkung

Die Brennweite ist eine Eigenschaft des Objektivs. Der Crop-Faktor 1,6 der 500D ändert nur den Bildwinkel: Ein 200-mm-Objektiv zeigt den Ausschnitt, den ein 320-mm-Objektiv an Kleinbild zeigen würde.

  • Kurze Tele (55 bis 100 mm): Eignen sich für Porträts, weil die Perspektive schmeichelhaft bleibt und der Hintergrund weich wird. Äquivalent entspricht das etwa 88 bis 160 mm.
  • Mittlere Tele (100 bis 200 mm): Passen für Sport in Hallen, Tiere im Zoo und Details in der Landschaft.
  • Lange Tele (über 200 mm): Bringen scheue Tiere und entfernte Spieler heran. Ein 300-mm-Objektiv entspricht am Crop-Sensor etwa 480 mm.

Lange Brennweiten verdichten die Perspektive: Entfernte Objekte wirken gestaffelt, der Abstand zwischen Vorder- und Hintergrund scheint zu schrumpfen. Das lässt sich für Bildwirkung nutzen. Zugleich wird jede Unruhe der Kamera vergrößert. Ohne Stabilisator gilt als Faustregel höchstens 1/(äquivalente Brennweite) Sekunde, bei 200 mm also etwa 1/320 s.

Ein Stabilisator hilft gegen Verwackeln. Die Bewegung eines Motivs friert er nicht ein. Wer einen Läufer scharf haben will, braucht eine kurze Verschlusszeit.

Hersteller im Überblick

Die Marke legt weniger fest als die Gattung und die Klasse, doch einige Unterschiede helfen bei der Orientierung:

  • Canon: Als Hersteller der Kamera liefert Canon Objektive für EF und EF-S in allen Klassen. Kamera und Objektiv stimmen sich über denselben Hersteller ab.
  • Tamron und Sigma: Beide bauen Teleobjektive für das EF-Bajonett in verschiedenen Klassen, darunter Super-Telezooms. Welche Funktionen mit der 500D zusammenarbeiten, geben die Hersteller an.
  • Festbrennweiten und manuelle Objektive: Kleinere Hersteller bieten Objektive ohne Autofokus an. Sie sind oft kompakt und lichtstark, setzen aber Übung beim Scharfstellen voraus.

Preisklassen und was sie bedeuten

  • Einsteigerklasse: Einfache Zooms zum Ausprobieren, meist ohne besondere Ausstattung und mit geringer Lichtstärke am langen Ende. Gut für Tageslicht und gelegentliche Tierfotos.
  • Mittelklasse: Stabilisator, leiser Autofokus und bessere Verarbeitung. Für regelmäßige Aufnahmen von Sport, Reisen und Natur.
  • Oberklasse: Lichtstarke Festbrennweiten und Zooms mit durchgehender Blende, wetterfeste Bauweise und hohe Auflösung bis in die Ecken. Für Fotografen mit hohen Ansprüchen und viel Gepäck.

Das Objektiv sollte nicht allein nach der Klasse gewählt werden. Entscheidend sind Motiv, Brennweite und die Frage, wie oft es mitkommt.

Was ans EF-Bajonett passt

Die 500D arbeitet mit dem EF-Bajonett. Das bedeutet im Einzelnen:

  • EF-Objektive: Sie sind für Vollformat gerechnet und passen auch an APS-C-Kameras wie die 500D.
  • EF-S-Objektive: Sie sind ausschließlich für APS-C-Kameras gerechnet und passen an Kameras mit EF-S-Fassung, wie die 500D sie hat.
  • Fremdhersteller: Tamron und Sigma bieten ihre Objektive in Versionen für verschiedene Bajonette an. Die Variante für Canon EF ist die richtige.
  • Manuelle Objektive: Sie lassen sich oft verwenden, ohne Autofokus und ohne Blendensteuerung durch die Kamera.
  • Adapter: Adapter für andere Bajonette sind vom Hersteller des Adapters beschrieben. Autofokus und Blendensteuerung können eingeschränkt sein.

Zubehör für Teleobjektive

  • Stativ oder Einbein: Entlastet das Gewicht und beruhigt das Bild. Schwere Objektive werden über die Stativschelle gehalten, nicht am Kameragehäuse.
  • Gegenlichtblende: Schützt vor Streulicht und Stößen auf die Frontlinse.
  • Filter: Ein Schutzfilter hält Schmutz von der Frontlinse fern, ein Polfilter dämpft Reflexe und vertieft Farben. Ein Neutraldichtefilter verlängert die Verschlusszeit bei hellem Licht.
  • Telekonverter: Ein Konverter 1,4× kostet eine Blendenstufe, einer mit 2× zwei. Der Autofokus kann bei geringerer Lichtstärke langsamer werden oder aussetzen. Ob ein Konverter zu einem Objektiv passt, bestimmt der Hersteller.
  • Tasche und Riemen: Ein gepolsterter Einsatz schützt vor Stößen, ein breiter Gurt verteilt das Gewicht.

Gattungen als Beispiele

Statt einzelner Modelle helfen typische Gattungen bei der Einordnung:

  • 70-300 mm f/4-5.6: Vielseitiger Telezoom für Reise, Sport und Tiere im Tageslicht.
  • 70-200 mm f/2.8: Lichtstarker Zoom für Sport in Hallen, Porträts und Veranstaltungen. Er ist groß und schwer.
  • 150-600 mm: Super-Telezoom für Vögel und Wildtiere. Es braucht eine feste Auflage und viel Licht.
  • 85 mm f/1.8 und 135 mm: Festbrennweiten für Porträts mit weichem Hintergrund.

Typische Fehlerquellen bei Telefotos

  • Verwackeln: Das Bild wirkt in allen Bereichen gleich weich. Abhilfe schaffen eine kürzere Verschlusszeit, ein Stabilisator oder eine Auflage.
  • Bewegungsunschärfe: Nur das Motiv ist verwischt, der Hintergrund bleibt scharf. Hier hilft allein eine kürzere Verschlusszeit.
  • Fokus daneben: Bei offener Blende und langer Brennweite ist die Schärfentiefe sehr gering. Schon wenige Zentimeter Fehler lassen das Auge unscharf erscheinen. Abblenden um ein bis zwei Stufen gibt Reserve.
  • Dunst und Hitzeflimmern: Über weite Strecken, über heißem Boden oder Wasser, verschlechtert die Luft die Schärfe. Das Objektiv ist dann nicht die Ursache.
  • Gebraucht gekauftes Objektiv: Wenn Bilder systematisch vor oder hinter dem Ziel scharf sind, liegt ein Front- oder Backfokus nahe. Eine Prüfung mit einem Lineal im flachen Winkel zeigt das. Bei neuen Objektiven klären Garantie und Hersteller das weitere Vorgehen.

Pflege und Wartung

  • Reinigung: Staub mit einem Blasebalg lösen, danach vorsichtig mit einem Mikrofasertuch und Reinigungsflüssigkeit nachwischen. Die Linse nicht mit den Fingern berühren.
  • Schutz: Frontdeckel oder Gegenlichtblende aufsetzen, wenn das Objektiv ruht.
  • Lagerung: Trocken und gleichmäßig temperiert lagern. Nach Kälte das Objektiv in der Tasche akklimatisieren lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet.
  • Kontrolle: Zoomring, Blende und Autofokus gelegentlich prüfen. Bei Fehlfunktionen die Reparatur der Fachwerkstatt überlassen.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • TAMRON 70-200mm f/2.8 Di VC USD G2
  • Canon EF 70-300mm f/4-5.6 IS II USM
  • Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary

Festbrennweiten

  • Canon EF 85mm f/1.8 USM

Kurz gesagt

  • Die 500D nimmt EF- und EF-S-Objektive auf. Bei Fremdherstellern zählt die Canon-EF-Variante.
  • Der Crop-Faktor 1,6 verengt den Bildwinkel, die Brennweite des Objektivs bleibt unverändert.
  • Ein Stabilisator im Objektiv hilft aus der Hand, ersetzt aber keine kurze Verschlusszeit bei bewegten Motiven.
  • Die Klasse sagt mehr über Aufwand und Ausstattung als über das Motiv. Die Wahl richtet sich nach dem Einsatz.

FAQ zu Teleobjektiven für die Canon EOS 500D

1. Welche Brennweite eignet sich für die Canon EOS 500D?

Das hängt vom Motiv ab. Für Porträts genügen 85 bis 135 mm, für Tiere und Sport sind 200 bis 400 mm üblich. Am APS-C-Sensor wirkt eine Brennweite durch den Crop-Faktor 1,6 wie das 1,6-Fache an einer Kleinbildkamera.

2. Ist eine Bildstabilisierung bei Teleobjektiven wichtig?

Die 500D stabilisiert nicht im Gehäuse. Bei langen Brennweiten aus der Hand hilft ein Stabilisator im Objektiv gegen Verwackeln. Gegen die Bewegung des Motivs wirkt er nicht, dafür braucht es eine kurze Verschlusszeit.

3. Welche Hersteller bauen Teleobjektive für das EF-Bajonett?

Neben Canon bieten unter anderem Tamron und Sigma Teleobjektive für Canon EF an. Welche Funktionen mit der 500D zusammenarbeiten, geben die Hersteller an.

4. Wie ordne ich Teleobjektive nach Klassen ein?

Einsteigerklasse, Mittelklasse und Oberklasse unterscheiden sich vor allem in Lichtstärke, Verarbeitung und Ausstattung. Konkrete Daten zu einem Modell nennt der Hersteller.

5. Was ist bei der Kompatibilität zu beachten?

Das Objektiv muss ein EF- oder EF-S-Bajonett besitzen. Bei Fremdherstellern ist die Variante für Canon EF die richtige. Adapter und manuelle Objektive sind im Funktionsumfang eingeschränkt.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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