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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive für die Nikon D7000: Leitfaden zur Auswahl

Inhalt 12 Abschnitte

Bajonett, DX-Format und Fokusmotor

Die Nikon D7000 ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor, den Nikon DX nennt, und mit F-Bajonett. Passende Objektive tragen den F-Anschluss; Tamron und Sigma bauen Teleobjektive dafür, der Anschluss steht im Produkttitel. Die D7000 gehört zu den Gehäusen mit eigenem Fokusmotor, sodass auch Objektive ohne Motor automatisch fokussieren können. Welche Objektivtypen genau unterstützt werden, nennt die Kompatibilitätsliste von Nikon. Das gilt besonders für neuere Konstruktionen mit anderen Fokusantrieben: Bei ihnen ist die Verträglichkeit mit älteren Gehäusen nicht selbstverständlich.

Der Crop-Faktor beträgt etwa 1,5. Er ändert nicht die Brennweite des Objektivs, sondern den Bildwinkel: Der Sensor zeigt einen engeren Ausschnitt. Die kleinbildäquivalente Brennweite ergibt sich aus Brennweite mal 1,5. Ein 200-mm-Objektiv entspricht damit etwa 300 mm, ein 300-mm-Objektiv etwa 450 mm, ein 500-mm-Objektiv etwa 750 mm.

Gattungen im Überblick

GattungBrennweiteKleinbildäquivalentTypischer Einsatz
Kompaktes Telezoom für DX55-200 mm82-300 mmReise, Porträt, Sport auf kurze Distanz
Allround-Telezoom55-300 mm oder 70-300 mm82-450 mm oder 105-450 mmTiere, Landschaft, Sport
Telezoom mit Makrofunktion70-300 mm105-450 mmTiere und Nahaufnahmen
Festbrennweite mit sehr langer Reichweite500 mm, feste Blende750 mmTiere, Mond, Details in der Ferne

Eine Zoomspanne wie 70-300 mm lässt sich zwischen Porträt und Tier einsetzen. Reichweiten ab 500 mm sind eher etwas für Beobachtung und Spezialaufgaben.

Preiswerte 500-mm-Teleobjektive: Was man wissen sollte

Immer wieder werden 500-mm-Objektive mit fester Blende um f/6.3 oder f/8 angeboten. Hinter solchen Angaben stecken meist einfache Konstruktionen mit manuellem Fokus und Gehäuse aus Aluminium. Das macht sie leichter als ein lichtstarkes Superteleobjektiv, aber nicht unbedingt anspruchslos im Gebrauch. Die folgenden Punkte sollten Sie vor dem Kauf prüfen:

  • Anschluss: Wird ausdrücklich Nikon F genannt, oder handelt es sich um einen Adapteranschluss? Eine Herstellerangabe zur Kompatibilität sollte dabei sein.
  • Fokus: Ohne elektronische Kontakte gibt es meist keinen Autofokus. Die Scharfstellung erfolgt von Hand, was bei Tele mit geringer Schärfentiefe Übung verlangt.
  • Belichtung: Bei Objektiven ohne Kontakte müssen Sie Blende und Belichtung unter Umständen selbst steuern.
  • Lichtstärke: Bei 750 mm Äquivalent verlangt die Faustregel eine kurze Verschlusszeit, die feste Blende von f/6.3 liefert dafür wenig Licht, also steigt der ISO-Wert.
  • Bildqualität: Einfache Konstruktionen zeigen oft Farbsäume und weniger Kontrast als aufwendigere Objektive, vor allem bei Gegenlicht.

Die hohe Brennweite erzeugt eine schmale Schärfentiefe und kann den Hintergrund weich zeichnen. Für Porträts ist eine so lange Brennweite dagegen kaum geeignet, weil große Abstände nötig sind. Aussagen über Autofokus oder reibungslose Zusammenarbeit mit der Kamera sollten Sie nur glauben, wenn sie aus Herstellerunterlagen stammen.

Telezooms mit Autofokus als Alternative

Wer Autofokus und Stabilisator möchte, ist mit einem Telezoom für DX meist besser bedient. Typische Gattungen sind 55-200 mm, 55-300 mm und 70-300 mm. Sie erreichen 300 bis 450 mm Äquivalent, haben variable Blenden von etwa f/4 bis f/5.6 oder f/6.3 und gehören überwiegend zur Einsteiger- und Mittelklasse. Modelle mit Makrofunktion fokussieren näher und eignen sich für Blüten oder Insekten, ihr Abbildungsmaßstab bleibt aber unter dem echter Makroobjektive. Der Bildstabilisator, bei Nikon VR genannt, sitzt im Objektiv, denn die D7000 stabilisiert nicht im Gehäuse.

Lichtstärke, Stabilisierung und Verschlusszeit

Die Lichtstärke wird als Blendenzahl angegeben. Zwischen f/2.8 und f/5.6 liegen zwei Blendenstufen, das Objektiv lässt ein Viertel des Lichts durch. Das beeinflusst Verschlusszeit und ISO-Wert. Eine offene Blende senkt außerdem die Schärfentiefe, ebenso eine lange Brennweite und kurze Aufnahmeentfernung.

Ein Stabilisator hilft gegen Verwackeln, nicht gegen die Bewegung des Motivs. Ohne Stabilisator gilt als Faustregel eine Verschlusszeit von höchstens 1/(äquivalente Brennweite). Bei 300 mm an der D7000 entspricht das etwa 1/450 s, praktisch 1/500 s. Bei schnellen Tieren oder Sportlern kürzen Sie die Zeit deutlich ab.

Zubehör für lange Brennweiten

Ab 300 mm, spätestens bei 500 mm, lohnt sich ein stabiles Stativ. Ein Kugelkopf oder Gimbal-Kopf führt schwere Objektive geschmeidig und ermöglicht saubere Schwenks. Eine Stativschelle trägt das Gewicht am Objektiv statt am Bajonett. Eine Gegenlichtblende vermindert Streulicht, Filter schützen die Frontlinse, und Polarisationsfilter oder ND-Filter helfen bei Reflexen und hellem Licht. Zum Reinigen genügen Blasebalg, Pinsel und ein Mikrofasertuch. Tragen sollten Sie das Ganze in einer gepolsterten Tasche. Mehr zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik Zubehör und Pflege.

Pflege und Lagerung

Teleobjektive halten länger, wenn Sie sie sauber und trocken lagern. Setzen Sie Deckel auf, sobald das Objektiv nicht im Einsatz ist, und bewahren Sie es in einer gepolsterten Tasche auf. Wechseln Sie bei starkem Temperaturunterschied nicht sofort das Objektiv, denn Kondensation auf den Linsen vermeidet man durch langsames Angleichen. Prüfen Sie gelegentlich Zoom- und Fokusring auf Leichtgängigkeit sowie Gehäuse und Bajonett auf Schäden. Staub entfernen Sie zuerst mit dem Blasebalg, danach vorsichtig mit einem Mikrofasertuch. Flüssige Reiniger setzen Sie nur sparsam und nach Herstellerangabe ein, damit die Vergütung der Linsen nicht leidet.

Ein Telekonverter ist eine Alternative zu einem längeren Objektiv, kostet aber Lichtstärke: Der 1,4-fach-Konverter nimmt eine Blendenstufe, der 2-fach-Konverter zwei. Aus 300 mm bei f/5.6 werden so 420 mm bei f/8 oder 600 mm bei f/11. Dabei kann der Autofokus langsamer werden oder ausfallen, was die Herstellerangaben zum jeweiligen Objektiv klären.

Einsatzgebiete

  • Tierfotografie: Lange Brennweiten halten Abstand, die Tiere bleiben ungestört.
  • Sport: Kurze Verschlusszeiten und zuverlässige Nachführung sind wichtiger als der letzte Millimeter Brennweite.
  • Landschaft: Teleobjektive isolieren entfernte Motive und verdichten Ebenen.
  • Porträt: Für Porträts reichen 85 bis 135 mm kleinbildäquivalent, an der D7000 entsprechen das Objektivbrennweiten von etwa 55 bis 90 mm. Mit längeren Brennweiten arbeiten Sie aus größerem Abstand.
  • Mond und Himmel: Der Mond füllt bei 750 mm Äquivalent einen großen Teil des Bildes; Hinweise gibt der Beitrag zur Mondfotografie mit dem Teleobjektiv. Richten Sie ein Teleobjektiv nie ohne geeigneten, dafür zugelassenen Sonnenfilter auf die Sonne.

Auswahl in fünf Schritten

  • Legen Sie das Hauptmotiv fest und rechnen Sie die benötigte Brennweite mit dem Faktor 1,5 um.
  • Prüfen Sie Anschluss und Fokusmotor anhand der Herstellerangaben.
  • Wägen Sie Lichtstärke gegen Gewicht und Preisklasse ab.
  • Entscheiden Sie, ob ein Stabilisator im Objektiv nötig ist.
  • Lesen Sie unabhängige Testberichte und leihen Sie das Objektiv aus, wenn Sie können.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Nikon AF-S DX NIKKOR 55-200mm f/4-5.6G ED VR II
  • Nikon AF-S DX NIKKOR 55-300mm f/4.5-5.6G ED VR
  • Sigma 70-300mm f/4-5.6 DG Macro
  • Tamron 70-300mm f/4-5.6 Di LD Macro

Kurz gesagt

  • An der D7000 wirken Brennweiten 1,5-mal länger als an Kleinbild.
  • Für Autofokus und Stabilisator sind Telezooms bis 300 mm die einfachere Wahl.
  • Sehr preiswerte 500-mm-Objektive verlangen manuelles Arbeiten und ein Stativ.
  • Kompatibilität steht in den Herstellerangaben, nicht in Werbeaussagen.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven für die D7000

Welche Teleobjektive passen zur Nikon D7000?

Es kommen Objektive mit Nikon-F-Anschluss in Frage, von Nikon selbst, von Tamron oder Sigma. Ob der Autofokus funktioniert, hängt vom Objektivtyp ab; die Herstellerangabe zählt.

Welche Preisklasse ist für die D7000 sinnvoll?

Telezooms der Einsteiger- und Mittelklasse bis 300 mm reichen für Tageslicht und Hobby. Lichtstarke Objektive der Oberklasse lohnen bei Sport, Dämmerung und regelmäßigem Einsatz.

Was sind die Vorteile eines Teleobjektivs?

Es holt weit entfernte Motive heran, verdichtet die Perspektive und erlaubt es, Abstand zu Tieren oder Sportlern zu halten. Dazu kommt eine geringere Schärfentiefe, die Motive vom Hintergrund löst.

Ist Autofokus bei Teleobjektiven wichtig?

Bei bewegten Motiven ja: Ein schneller, leiser Fokus mit guter Nachführung erhöht die Trefferquote. Sehr preiswerte Lösungen ohne elektronische Kontakte fokussieren meist nur von Hand.

Kann ich ein Teleobjektiv auch für Landschaften verwenden?

Ja. Teleobjektive isolieren ferne Details, verdichten Bildebenen und zeigen Strukturen, die ein Weitwinkelobjektiv kaum erfasst.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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