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Teleobjektiv

Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive für die Nikon D5200: Auswahl nach Einsatz

Inhalt 13 Abschnitte

Brennweiten an der Nikon D5200 richtig einschätzen

Die Nikon D5200 ist eine DSLR mit APS-C-Sensor (Nikon DX) und Nikon-F-Bajonett. Der Crop-Faktor von etwa 1,5 ändert den Bildwinkel, nicht das Objektiv: Das gleiche Objektiv zeigt an der D5200 einen engeren Ausschnitt als an einer Kleinbildkamera. Die kleinbildäquivalente Brennweite ergibt sich aus Brennweite mal 1,5.

Einige Rechenbeispiele: Ein 300-mm-Ende entspricht rechnerisch 450 mm, ein 200-mm-Ende 300 mm. Ein Zoom mit 200 bis 500 mm reicht an der D5200 äquivalent von 300 bis 750 mm, ein Festbrennweitenobjektiv mit 500 mm auf 750 mm. Mit so großen Werten werden Motive formatfüllend, aber auch der Schärfebereich ist knapp und jedes Wackeln deutlich sichtbar.

Wie ein Objektiv zum Motiv passt, zeigt der Überblick zu den Nikon-Teleobjektiven mit 600 mm. Im Folgenden geht es um die Klassen, die für die D5200 üblich sind.

Einsteigerklasse: Telezooms bis etwa 300 mm

Zooms wie 55-300 mm oder 70-300 mm sind der klassische Einstieg in die Telefotografie. Sie gibt es von Nikon und von Drittherstellern wie Tamron. An der D5200 entsprechen sie rechnerisch ungefähr 82 bis 450 mm beziehungsweise 105 bis 450 mm. Das reicht für Tierparks, Familienausflüge, Sport bei Tageslicht und Landschaftsdetails.

Die Anfangsblende liegt typischerweise zwischen f/4 und f/5,6 und schließt zum langen Ende hin. Bei trübem Wetter oder Hallenlicht müssen Sie die ISO-Empfindlichkeit anheben oder auf einen Stabilisator vertrauen. Er hilft aber nur gegen Kamerawackeln, nicht gegen die Bewegung des Motivs. Die Hersteller bezeichnen ihn je nach Marke als VR, VC, IS oder OS.

Manche dieser Objektive bieten eine begrenzte Makrofunktion. Wie klein die Naheinstellgrenze ist und welcher Abbildungsmaßstab erreicht wird, steht in den Herstellerangaben und ist je nach Modell verschieden.

Lichtstarke 70-200-mm-Zooms

Ein 70-200-mm-Zoom mit durchgehender Blende f/2,8 gehört zur Mittel- bis Oberklasse. Der Bereich entspricht an der D5200 etwa 105 bis 300 mm. Die große Öffnung erlaubt kurze Verschlusszeiten bei wenig Licht und löst das Motiv vom Hintergrund, weil die Schärfentiefe bei f/2,8 und längerer Brennweite gering ist.

Die Bauweise ist robuster, das Gewicht aber höher. Für Sport in Hallen, Bühnenfotografie und Porträts aus Distanz ist die Gattung gut geeignet. Wetterschutz, Autofokusgeschwindigkeit und Stabilisator sind Modelleigenschaften, die der Hersteller angibt.

Superteles ab 400 mm: Zooms und Festbrennweiten

Für Vögel, Wildtiere und weit entfernte Sportszenen sind Brennweiten ab 400 mm gefragt. Zooms wie 200-500 mm bieten eine große Reichweite bei durchgehender, aber nicht sehr großer Öffnung von etwa f/5,6. Sie sind größer und schwerer als Telezooms bis 300 mm und gehören eher zur Oberklasse.

Festbrennweiten um 500 mm gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen. Bei sehr günstigen Angeboten sollten Sie die Herstellerangaben genau lesen: Ob Autofokus, Blendensteuerung und Stabilisator vorhanden sind, ist nicht selbstverständlich. Viele günstige Spiegel- und Festbrennweitenobjektive arbeiten ohne Elektronik, mit manuellem Fokus und fester Blende. Die Qualität solcher Objektive lässt sich am besten beurteilen, wenn Sie Bildbeispiele ansehen oder das Objektiv ausleihen.

Die Klassen im Überblick

KlasseTypische BrennweiteStärkenGrenzen
Telezoom, Einsteigerklasse55-300 oder 70-300 mmLeicht, vielseitig, Stabilisator häufigMäßige Lichtstärke, Schärfe am langen Ende modellabhängig
Lichtstarkes Zoom, Mittel- bis Oberklasse70-200 mm, f/2,8Lichtstärke, Freistellung, robuste BauweiseGewicht, begrenzte Reichweite
Superzoom, Oberklasse200-500 mmGroße Reichweite, StabilisatorGröße, Gewicht, Lichtstärke
Festbrennweite um 500 mm500 mmMaximale Reichweite ohne ZoomAusstattung je nach Hersteller sehr verschieden

Bajonett und Fremdobjektive

Die D5200 hat ein Nikon-F-Bajonett. Passend sind Objektive mit F-Anschluss, auch von Drittherstellern, sofern sie ausdrücklich für Nikon F gebaut sind. Objektive für andere Systeme, etwa Canon EF, lassen sich nur mit Adaptern anbringen, die der Hersteller freigibt. Weil Nikon F ein größeres Auflagemaß als manche andere Systeme hat, kann ein solcher Adapter Zusatzglas und damit Qualitätseinbußen bedeuten. Eine pauschale Aussage, dass ein Fremdobjektiv mit Adapter an der D5200 problemlos funktioniert, ist nicht möglich.

Prüfen Sie vor dem Kauf auf der Website des Herstellers, ob die Kombination aus Objektiv und Kamera vorgesehen ist, ob der Autofokus unterstützt wird und ob Zusatzfunktionen wie der Stabilisator funktionieren.

Welche Klasse zu welchem Motiv passt

Tiere im Zoo oder im Garten lassen sich meist schon mit einem Telezoom bis 300 mm gut aufnehmen, weil die Distanz klein ist. Für Vögel in freier Wildbahn reicht diese Länge selten, hier sind Brennweiten ab 400 mm sinnvoll, und es hilft, mit Geduld und aus der Distanz zu arbeiten.

Halten Sie dabei Abstand: In Deutschland ist es verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen (§ 39 Abs. 1 Nr. 1 Bundesnaturschutzgesetz). Streng geschützte Arten und alle europäischen Vogelarten dürfen während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten nicht erheblich gestört werden (§ 44 Abs. 1 Nr. 2), und Fortpflanzungs- und Ruhestätten besonders geschützter Arten, also auch Nester, dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden (§ 44 Abs. 1 Nr. 3). Errichten Sie Ansitze und Tarnzelte nur mit Erlaubnis des Grundeigentümers und beachten Sie in Schutzgebieten die dort geltenden Wege- und Betretungsregeln.

Beim Sport entscheidet die Lichtstärke: Draußen im Tageslicht genügt ein einfacher Telezoom, in Hallen oder abends sind f/2,8 und eine hohe ISO-Reserve nötig. Landschaftsdetails, etwa Berge oder entfernte Gebäude, lassen sich mit Zooms bis 300 mm gut herausgreifen. Mit Telebrennweiten erscheinen Entfernungen verdichtet, Vorder- und Hintergrund rücken optisch näher zusammen.

Wer den Mond aufnimmt, braucht Stativ, lange Brennweite und eine kurze Verschlusszeit, weil der Mond sich schneller bewegt, als man vermutet. Richten Sie ein Objektiv niemals ohne einen dafür zugelassenen Sonnenfilter auf die Sonne: Das gebündelte Licht kann Augen und Sensor schädigen.

Praxis: So gelingen scharfe Aufnahmen

  • Verschlusszeit: Ohne Stabilisator sollte sie höchstens 1/(äquivalente Brennweite) betragen. Bei 300 mm am Objektiv sind das etwa 1/450 s.
  • Stativ oder Einbein: Bei Brennweiten ab 400 mm ist eine Unterstützung empfehlenswert, besonders in der Dämmerung. Bei Stativbetrieb schalten viele Hersteller den Stabilisator ab; die Empfehlung steht in der Anleitung.
  • Autofokus: Für ruhende Motive reicht der Einzel-Autofokus (AF-S), für bewegte Motive stellen Sie auf kontinuierlichen Autofokus (AF-C) um.
  • Blende: Etwas abblenden, etwa auf f/8, kann die Randschärfe verbessern und vergrößert die Schärfentiefe. Dafür brauchen Sie mehr Licht oder eine höhere ISO-Empfindlichkeit.
  • Manueller Fokus: Bei Tieren hinter Zweigen oder Gittern kann er helfen, wenn der Autofokus auf den Vordergrund springt.
  • Nachbearbeitung: Kontrast und Schärfe lassen sich am Rechner leicht anpassen, ersetzen aber keine saubere Aufnahme.

Pflege und Transport

Staub und Fingerabdrücke entfernen Sie mit einem Blasebalg und einem weichen, fusselfreien Tuch; aggressive Reiniger können die Vergütung beschädigen. Bei Nichtgebrauch gehören Front- und Rückdeckel auf das Objektiv. Transportieren Sie es in einer gepolsterten Tasche.

Bringen Sie das Objektiv nach dem Wechsel von Kälte in Wärme nicht sofort zum Einsatz, denn Kondenswasser kann sich bilden. Lassen Sie es einige Zeit akklimatisieren. Prüfen Sie außerdem auf der Hersteller-Website, ob für Kamera oder Objektiv Firmware-Updates vorliegen.

Ausprobieren statt blind kaufen

Gewicht, Balance und Fokusverhalten lassen sich nur in der Hand beurteilen. Ein Fachgeschäft oder ein Verleih bietet die Möglichkeit, ein Objektiv vor dem Kauf auszuprobieren. Ergänzend können Sie unabhängige Tests und Bildbeispiele lesen.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Nikon AF-S 55-300 mm f/4.5-5.6G ED VR
  • Tamron SP 70-200 mm f/2.8 Di VC USD
  • Nikon AF-S 70-300 mm f/4.5-5.6G ED VR
  • Tamron 70-300 mm f/4-5.6 Di LD Macro
  • Nikon AF-S 200-500 mm f/5.6E ED VR

Kurz gesagt

  • An der D5200 gilt der Crop-Faktor von etwa 1,5: Ein 300-mm-Objektiv zeigt den Ausschnitt eines 450-mm-Kleinbildobjektivs.
  • Telezooms bis 300 mm sind der Einstieg, 70-200-mm-Zooms mit f/2,8 bieten Lichtstärke, Zooms ab 400 mm Reichweite.
  • Fremdobjektive nur mit vom Hersteller freigegebenen Adaptern und Funktionsangaben nutzen.
  • Ein Stabilisator hilft gegen Kamerawackeln, nicht gegen Bewegungsunschärfe des Motivs.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven für die Nikon D5200

Welche Brennweite brauche ich an der Nikon D5200?

Das hängt vom Motiv ab. Für Ausflüge und Sport bei Tageslicht genügen oft 200 bis 300 mm, für Vögel und scheue Tiere sind 400 bis 500 mm hilfreich. Wegen des Crop-Faktors von etwa 1,5 wirken diese Werte wie 300 bis 450 mm beziehungsweise 600 bis 750 mm Kleinbild.

Wie unterscheiden sich die Klassen der Teleobjektive?

In der Einsteigerklasse finden Sie leichte Telezooms mit geringer Lichtstärke. Die Mittel- und Oberklasse bietet lichtstarke Zooms und Superzooms mit stabilerer Bauweise, aber höherem Gewicht.

Sind alle Teleobjektive mit der Nikon D5200 kompatibel?

Nein. Die D5200 hat ein Nikon-F-Bajonett. Objektive müssen dafür gebaut sein, oder ein vom Hersteller freigegebener Adapter muss vorhanden sein. Welche Funktionen dann laufen, steht in den Herstellerangaben.

Wozu dient die optische Stabilisierung?

Sie gleicht Wackeln der Kamera aus, besonders bei langen Brennweiten und wenig Licht. Eine Bewegung des Motivs gleicht sie nicht aus, dafür braucht es eine kurze Verschlusszeit.

Welche Tipps helfen bei der Arbeit mit Teleobjektiven?

Nutzen Sie ein Stativ oder Einbein, achten Sie auf kurze Verschlusszeiten, wählen Sie den Fokusmodus passend zum Motiv und blenden Sie bei Bedarf leicht ab.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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