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Kauftipps Redaktion Teleobjektiv · Stand

Teleobjektive für die Nikon D5100: Worauf es ankommt

Inhalt 17 Abschnitte

Was an der D5100 als Teleobjektiv zählt

Die Nikon D5100 ist eine Spiegelreflexkamera mit APS-C-Sensor im Nikon-DX-Format und mit F-Bajonett. Der Crop-Faktor beträgt etwa 1,5. Als Teleobjektiv gelten Objektive, deren Bildwinkel dem eines Kleinbild-Objektivs ab etwa 70 bis 85 mm entspricht. An der D5100 reichen dafür reale Brennweiten ab etwa 50 bis 55 mm.

Das ist wichtig, weil viele Angebote für die D5100 gar keine Teleobjektive sind. Ein Objektiv mit 35 mm Brennweite entspricht an DX etwa 52 mm im Kleinbild und ist ein Normalobjektiv. Ein Standardzoom wie 18-105 mm reicht am langen Ende in den kurzen Telebereich, bleibt aber überwiegend ein Allround-Objektiv. Auf dieser Seite geht es um Objektive, die an der D5100 einen echten Tele-Ausschnitt liefern, und um die Reisezooms, die einen Teil davon abdecken.

Autofokus an der D5100: der Motor sitzt im Objektiv

Die D5100 hat keinen eigenen Fokusmotor im Gehäuse. Autofokus gelingt deshalb nur mit Objektiven, die den Motor selbst mitbringen. Bei Nikon tragen diese die Bezeichnung AF-S. Ältere Objektive ohne eingebauten Motor lassen sich an der D5100 nur manuell scharfstellen. Hinzu kommt der Typ AF-P, der von einer anderen Motorbauart stammt und nicht an jedem Gehäuse unterstützt wird.

Welche Objektivtypen die D5100 unterstützt, sagt die Nikon-Dokumentation zur Kamera. Prüfen Sie diese Angabe vor dem Kauf, besonders bei gebrauchten oder älteren Objektiven und bei Drittanbietern. Ein günstiger Telezoom ohne Fokusmotor kann sich als Fehlkauf erweisen, wenn Sie Autofokus erwarten.

Gattungen und ihr Bildausschnitt an DX

GattungBrennweiteAusschnitt an der D5100 (etwa)Einsatz
Standardzoom mit kurzem Tele-Ende18-105 mm, 18-140 mm27-158 mm, 27-210 mmAlltag, Reise, Porträt
Reisezoom18-200 mm, 18-300 mm27-300 mm, 27-450 mmReise mit einem Objektiv
Einsteiger-Telezoom für DX55-200 mm, 55-300 mm82-300 mm, 82-450 mmTiere im Park, Sport im Freien
Telezoom bis 300 mm70-300 mm105-450 mmSport, Natur
Super-Telezoom150-600 mm225-900 mmWildlife, Vögel
Lichtschwache Zooms mit manuellem Fokusetwa 400-800 mm600-1200 mmMond, sehr ferne Motive

Die Zahlen zeigen den Bildausschnitt, der sich aus Brennweite mal 1,5 ergibt, nicht die Eigenschaften eines Modells. Ein Ausschnitt von 450 mm verlangt auch bei Tageslicht kurze Verschlusszeiten oder einen Stabilisator.

Reisezooms: ein Objektiv für unterwegs

Ein Zoom wie 18-200 oder 18-300 mm deckt vom Weitwinkel bis zum Tele alles ab. Er spart den Objektivwechsel und ist für Reisen praktisch. Der Preis dafür ist ein Kompromiss: Die Optik arbeitet über einen sehr großen Bereich, die Lichtstärke nimmt zum langen Ende ab, und die Qualität schwankt meist stärker als bei einem spezialisierten Telezoom. Für Tiere in der Ferne ist 200 mm oft zu wenig.

Standardzooms mit 18-105 oder 18-140 mm sind kompakter und leichter. Sie liefern einen mäßigen Tele-Ausschnitt, der für Porträts und Tiere im Zoo reicht. Wer ernsthaft in den Telebereich möchte, kommt an einem eigenen Telezoom nicht vorbei.

Einsteiger-Telezooms für DX

Telezooms mit 55-200 oder 55-300 mm sind die klassische Ergänzung zu einem Standardzoom. Sie sind klein, leicht und in der Einsteigerklasse angesiedelt, verfügen meist über einen Stabilisator und passen vom Brennweitenbereich nahtlos an das Standardzoom. Am langen Ende sind sie lichtschwach.

Der Bereich bis 300 mm bietet an der D5100 den Ausschnitt von etwa 450 mm. Damit gelingen Tiere im Gehege, Sport im Freien und Landschaftsdetails. Für flüchtige Vögel oder Wildtiere in großer Distanz fehlt es an Reichweite.

Lange Telezooms mit 150-600 mm

Telezooms mit 150-600 mm sind die gängige Antwort für Wildlife an Kameras mit APS-C. Sie liefern Ausschnitte bis rund 900 mm, wiegen aber deutlich mehr als Telezooms bis 300 mm und brauchen Stativ oder Einbeinstativ für den Dauereinsatz. Die D5100 braucht zudem ein Objektiv mit eingebautem Fokusmotor; bei Drittanbietern lohnt der Blick in die Angabe des Herstellers zum Bajonett und zum Motor.

Wichtig ist auch die Lichtstärke: Mit f/6.3 am langen Ende bleibt bei Dämmerung kaum Spielraum. Kurze Zeiten für Vögel verlangen hohe ISO-Werte, und die verstärken das Bildrauschen. Ein Stabilisator hilft nur gegen Verwackeln, nicht gegen die Bewegung des Tieres.

Einsteiger-Zooms mit 420-800 mm

Im Angebot finden sich Super-Telezooms mit Brennweiten von 420 bis 800 mm in der Einsteigerklasse. Solche Objektive haben meist eine feste, sehr kleine Anfangsblende wie f/8.3 bis f/16, keinen Autofokus und keinen Stabilisator. Sie werden über einen T-Adapter am Bajonett befestigt und manuell scharfgestellt.

Der Ausschnitt an der D5100 beträgt 630 bis 1200 mm. Aus der Hand ist das praktisch nicht zu halten: Die Faustregel verlangt 1/1200 s und kürzer. Die kleine Blende lässt wenig Licht herein, bei Wolken oder Dämmerung sind ISO-Werte nötig, die zu Rauschen führen. Das Objektiv taugt für Mondaufnahmen und ruhige Motive auf dem Stativ, nicht für Vögel oder Sport. Bei der Beobachtung von Mond und Sonne gilt: Richten Sie ein Teleobjektiv nie ohne zugelassenen Sonnenfilter auf die Sonne.

Bildstabilisierung und Verschlusszeit

Die D5100 hat keinen Stabilisator im Gehäuse. Bei Nikon heißt die Objektiv-Stabilisierung VR; bei Sigma OS, bei Tamron VC. Sie gleicht kleine Bewegungen der Hand aus, hilft aber nicht, wenn sich das Motiv bewegt. Ohne Stabilisator gilt die Faustregel von 1/(äquivalente Brennweite) Sekunde: bei 200 mm an DX also etwa 1/300 s, bei 300 mm etwa 1/450 s.

Ein Stabilisator verlängert diese Zeiten um einige Stufen, die der Hersteller nach eigenem Verfahren angibt. Bei bewegten Tieren und Sport zählen kurze Zeiten ab etwa 1/1000 s, unabhängig davon, ob ein Stabilisator im Objektiv sitzt.

Schärfentiefe und Lichtstärke

Eine große Blendenöffnung (kleine f-Zahl) lässt mehr Licht herein und verkleinert die Schärfentiefe. Ein Objektiv mit f/2.8 am Telezoom ist deshalb groß, schwer und gehört zur Mittel- oder Oberklasse. Für Porträts sorgt es für weichen Hintergrund, für Sport erlaubt es kurze Zeiten. Wer ein leichtes Objektiv sucht, akzeptiert f/5.6 am langen Ende und gleicht mit höherem ISO oder besserem Licht aus.

Brennweiten nach Motiv

  • Porträt: Reale Brennweiten von 55 bis 85 mm entsprechen an der D5100 etwa 82 bis 128 mm im Kleinbild und liefern natürliche Proportionen.
  • Sport und Veranstaltungen: 70 bis 200 mm genügen in der Halle und am Spielfeldrand, im Stadion sind bis 300 mm üblich.
  • Tiere im Zoo: 200 bis 300 mm reichen, wenn Gitter oder Glas den Abstand begrenzen.
  • Vögel und Wildtiere: Ab 400 mm real, besser mehr; Fluchtdistanzen verlangen Reichweite.
  • Mond: Der Mond füllt auch bei 600 mm real nur einen Teil des Bildes; für Details sind lange Brennweiten und ein Stativ nötig.

Bildwinkel an der D5100 berechnen

Der Bildwinkel folgt aus der Formel 2·arctan(Sensordiagonale / (2·Brennweite)). Der DX-Sensor der D5100 misst 23,6 × 15,6 mm, seine Diagonale beträgt rund 28,3 mm. Daraus ergeben sich diese Werte für die Diagonale des Bildes:

BrennweiteBildwinkel (Diagonale, etwa)Entspricht im Ausschnitt am Kleinbild
55 mm29°82 mm
200 mm8,1°300 mm
300 mm5,4°450 mm
600 mm2,7°900 mm

Die Brennweite des Objektivs ändert sich nicht, nur der Bildwinkel an der Kamera. Wer das Objektiv später an einer Vollformatkamera nutzt, erhält wieder den größeren Ausschnitt der Kleinbild-Brennweite.

Zubehör für lange Brennweiten

Ab etwa 200 mm lohnt sich ein stabiles Stativ oder ein Einbeinstativ. Objektive mit Stativschelle lassen sich am Schwerpunkt halten, was die Kamera am Bajonett entlastet. Ein Fernauslöser oder der Selbstauslöser verhindert Erschütterungen beim Drücken des Auslösers. Eine Streulichtblende verringert Reflexe bei Gegenlicht.

Ein Telekonverter ist eine Möglichkeit, mehr Reichweite zu erhalten, hat aber Nachteile. Ein 1,4-fach-Konverter kostet eine Blendenstufe, ein 2-fach-Konverter zwei, und ein Autofokus, der mit lichtschwachen Objektiven ohnehin knapp arbeitet, kann dadurch an seine Grenzen kommen. Welche Konverter zu welchem Objektiv passen, legen Nikon und die Drittanbieter fest.

Gebrauchte Objektive für die D5100

Für das Nikon-F-Bajonett gibt es viele gebrauchte Objektive. Neben dem Zustand von Linsen und Mechanik entscheidet der Typ: Ein älteres Objektiv ohne eigenen Fokusmotor funktioniert an der D5100 nur manuell. Prüfen Sie bei gebrauchten Zooms auch den Zoomring auf Spiel, den Stabilisator auf Geräusche und den Autofokus auf Treffsicherheit mit Probeaufnahmen. Klären Sie die Rückgabebedingungen des Anbieters, bevor Sie kaufen.

Tipps für die Auswahl

  • Bedarf klären: Notieren Sie die Entfernung zum Motiv. Für Tiere im Zoo oder Park genügen 200 bis 300 mm, für Vögel in freier Natur sind 400 mm und mehr üblich.
  • Autofokus prüfen: Die D5100 braucht ein Objektiv mit Fokusmotor. Der Hersteller gibt an, welche Typen unterstützt werden.
  • Bajonett beachten: Objektive für DX sind kleiner und leichter; FX-Objektive passen ebenfalls an das F-Bajonett, sind jedoch größer und schwerer.
  • Gewicht prüfen: Ein schweres Tele ermüdet. Probieren Sie es im Fachgeschäft in der Hand aus oder leihen Sie es.
  • Budget einordnen: Einsteigerklasse, Mittelklasse oder Oberklasse: Mehr Lichtstärke und Reichweite kosten spürbar mehr. Gebrauchte Objektive sind eine Option, wenn Zustand und Rückgabebedingungen stimmen.
  • Unabhängige Tests lesen: Mehrere Redaktionen zu einem Objektiv zu vergleichen, gibt eine ehrlichere Einschätzung als ein einzelnes Urteil.

Genannte Objektive

Objektive, die dieser Beitrag behandelt:

Zoomobjektive

  • Sigma 150-600mm F5,0-6,3 DG OS HSM Contemporary

Kurz gesagt

  • An der D5100 gelten Brennweiten ab etwa 55 mm als Tele, weil der Crop-Faktor 1,5 den Ausschnitt verengt.
  • Ohne Fokusmotor im Gehäuse braucht die Kamera ein Objektiv mit eigenem Motor, etwa vom Typ AF-S.
  • Normalobjektive und Standardzooms sind keine Teleobjektive; Reisezooms sind ein Kompromiss.
  • Sehr günstige 420-800-mm-Zooms sind manuell, lichtschwach und für Stativ und Mond gedacht.
  • Kompatibilität prüfen Sie in der Herstellerangabe.

Häufige Fragen zu Teleobjektiven für die D5100

Welche Brennweite sollte ein Teleobjektiv für die Nikon D5100 haben?

Als Tele gelten an DX Brennweiten ab etwa 55 mm, weil der Crop-Faktor 1,5 den Ausschnitt verengt. Für Tiere im Park genügen 200 bis 300 mm, für Vögel und Wildtiere in der Ferne sind 400 mm und mehr üblich.

Was unterscheidet eine Festbrennweite von einem Zoomobjektiv?

Eine Festbrennweite hat eine feste Brennweite und ist bei gleicher Lichtstärke meist kleiner und leichter. Ein Zoom bietet einen Bereich an Brennweiten und mehr Flexibilität bei der Bildgestaltung, oft mit Kompromissen bei der Lichtstärke.

Welche Vorteile bietet ein lichtstarkes Teleobjektiv?

Eine große Blendenöffnung wie f/2.8 erlaubt kürzere Verschlusszeiten bei wenig Licht und eine geringe Schärfentiefe, die Motive freistellt. Dafür sind solche Objektive größer, schwerer und gehören meist zur Mittel- oder Oberklasse.

Was ist Bildstabilisierung und wofür ist sie nützlich?

Sie gleicht das Verwackeln der Kamera aus der Hand aus. Bei bewegten Motiven hilft sie nicht, dafür braucht es kurze Verschlusszeiten. Die D5100 hat keinen Stabilisator im Gehäuse, die Funktion muss das Objektiv liefern.

Funktioniert der Autofokus mit jedem Objektiv an der D5100?

Nein. Die Kamera hat keinen eigenen Fokusmotor, daher arbeitet der Autofokus nur mit Objektiven, die den Motor selbst enthalten, etwa AF-S. Welche Typen unterstützt werden, nennt Nikon in der Dokumentation zur Kamera.

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